Pro Airport Lübeck e. V.

Der Pro Airport Lübeck e. V. begrüßt sehr das von Herrn Prof. Stöcker erklärte Interesse am Erwerb des Flughafens Lübeck.

Dieser Investor bringt unseres Erachtens alle notwendigen Voraussetzungen mit, um dem Lübecker Flughafen doch noch eine gesicherte und langfristig erfolgreiche Zukunft zu bescheren:

  • Die zweifelsfrei vorhandene und nachhaltige finanzielle Leistungsfähigkeit
  • Eine nachweislich sehr erfolgreiche unternehmerische Tätigkeit als Referenz
  • Gute Branchenkenntnisse durch Einbindung von Herrn Prof. Friedel als Berater
  • Den Willen, erst das Umfeld organisatorisch zu ordnen (rechtskräftige Planfeststellung) und dann in geordnetem Rahmen die Akquisition zu intensivieren
  • Eine enge emotionale Bindung zum Flughafen und der RegionWizzair wurde als Ankerkunde des Flughafens gehalten

Alles Voraussetzungen, die in der Vergangenheit in Gänze und in dieser Ausprägung nicht gegeben waren. Prof. Stöcker jedoch ist als starke Unternehmerpersönlichkeit bekannt: innovativ, weltoffen und mit einem guten Händchen bei der Auswahl seiner Mitarbeiter und beim Abwägen von geschäftlichen Chancen und Risiken. Wir hoffen sehr, dass diese Kompetenzen sowohl den Insolvenzverwalter als auch die Lübecker Verwaltung und Politik überzeugen werden.

Der Lübecker Flughafen hat nach wie vor Chancen für eine erfolgreiche Zukunft.

Allen Schwarzmalern der letzten Wochen empfehlen wir, etwas tiefer in die Fakten einzusteigen, bevor oft von Ideologie geprägte Statements zu den Perspektiven verbreitet werden. So ist die Verlagerung der Flüge von WizzAir im Wesentlichen dadurch bedingt gewesen, dass Mitte März seitens des Insolvenzverwalters nicht garantiert werden konnte, dass der Flugbetrieb auch von Mitte April bis Mitte Mai, also für 5 – 8 Wochen im Voraus, garantiert werden konnte (siehe auch die englischsprachige Pressemitteilung von WizzAir). Letztlich konnte oder wollte der Lübecker Bürgermeister im März die erforderliche Brückenfinanzierung nicht bereitstellen, die dann im April nach bekanntem Weggang von WizzAir doch zugesagt wurde. Unser Statement hierzu: Eine fatale Fehlentscheidung im März, zumal der Weggang von Ryanair nach der Amar-Pleite auf genau die gleichen Umstände zurückzuführen und die Anforderungen der Airlines in Bezug auf die Betriebsgarantien bekannt waren.

Aktuell wurden dann diejenigen Flüge, die vom grundsätzlich deutlich teureren Hamburger Airport aus noch kostendeckend abgewickelt werden konnten, dorthin verlagert. Zum Beispiel werden Kiew und Skopje von WizzAir als einziger Airline in Norddeutschland angeboten – es wäre eigentlich völlig egal, von wo die Flüge starten. Wer dorthin will, kommt zum Flughafen. Da diese Ziele aber von Hamburg aus bisher nicht angeboten worden sind, erfolgt dort im ersten Betriebsjahr eine weitgehend vollständige Subventionierung durch den Hamburger Flughafen. Die Ziele Riga und Sofia dagegen, die bereits von anderen Airlines angeboten werden, wurden nicht nach Hamburg übertragen – da diese dort ohne Subventionen nicht wirtschaftlich zu betreiben sind!

Mit einem schlüssigen Geschäftsmodell, das gezielt die Schwächen des großen und teuren Nachbarn ausnutzt, kann der Flughafen Lübeck trotzdem eine erfolgreiche Zukunft haben. Ergänzend wäre es aus unserer Sicht sinnvoll zu prüfen, ob eine Einbindung des „Recycling-Investors“ möglich ist, um breiter aufgestellt zu sein. Und letztlich sollten alle vorhandenen Kompetenzen eingebunden werden, um den Lübecker Flughafen voran zu bringen: hier könnte u. E. die Zusammenarbeit aktuell und künftig leitender Mitarbeiter mit ihren jeweiligen Kompetenzen einen ganz besonderen Mehrwert bieten.

Wir drücken Herrn Prof. Stöcker und dem Flughafen Lübeck in jeder Hinsicht die Daumen für eine erfolgreiche gemeinsame Zukunft.

 

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